Wie sich Periimplantitis erfolgreich vermeiden lässt

Periimplantitis ist vorrangig ein Problem, das mit Titanimplantaten verbunden ist.
Für ein halbes Jahrhundert lang galten Zahnimplantate aus Titan als der Goldstandard, wenn es darum ging, Zahnlücken von Patienten zu schließen oder hoffnungslos erkrankte Zähne zu ersetzen. Allerdings begann die anfängliche Euphorie im Zusammenhang mit metallenem Zahnersatz angesichts steigender Fälle von Langzeitkomplikationen rasch abzuklingen und der Ruf nach biologischeren, nachhaltig gesünderen Implantatmaterialien wie Zirkoniumdioxid wurde lauter. So ist die Periimplantitis, die entzündliche Erkrankung des Implantatbetts, seit einigen Jahren weltweit auf dem Vormarsch und stellt Behandler vielerorts vor große Herausforderungen. 
 

Periimplantitis: Ein Problem vorrangig bei Titanimplantaten

Die DG Paro definiert die Periimplantitis nach ihrem 2017 entwickelten klinischen Leitfaden wie folgt: „Periimplantitis ist ein Plaque-assoziierter pathologischer Zustand, der in den Geweben um Zahnimplantate herum auftritt. Er ist durch Entzündung in der periimplantären Mukosa und Verlust an Implantat-tragendem Knochen gekennzeichnet. Stellen mit Periimplantitis zeigen klinische Entzündungszeichen einschließlich Blutung bei Sondierung und/oder Eiterung, erhöhte Sondierungstiefen und/oder eine Rezession des Mukosarandes und röntgenologischen Knochenverlust im Vergleich zu früheren Untersuchungen […]“ (DG Paro, „EFP New Classification of Periodontal and Periimplant Diseases“).

Jüngsten Studien zufolge besteht bei bis zu 40% der Zahnimplantate nach fünf Jahren das Risiko einer Periimplantitis.[1] Heute werden vorrangig Titanimplantate mit einem erhöhten Periimplantitis-Risiko in Verbindung gebracht.[2-4] Das Periimplantitis-Risiko steigt zudem bei Implantatsystemen, die keine ausreichende Weichgewebsanhaftung erreichen. Pathogene Bakterien können bei solchen Implantatsystemen die Barriere des Saumepithels überwinden, sich an den Implantatoberflächen in Form von bakteriellem Biofilm anlagern und Entzündungsreaktionen hervorrufen. Weiterhin setzen viele Hersteller von Implantatsystemen auf verschraubte Innenverbindungen, die Mikrospalte an ihren Implantat-Abutment-Interfaces aufweisen. Pathogene Bakterien können in diesen sensiblen Bereich eindringen, sich dort anreichern und Entzündungsreaktionen des umliegenden Gewebes hervorrufen, die im weiteren Verlauf eine Periimplantitis verursachen.

Studien weisen zudem darauf hin, dass die Entstehung einer Periimplantitis nicht nur durch pathogene Bakterien, sondern auch durch Titanpartikel begünstigt werden kann. So können sich aus den Oberflächen von Titanimplantaten, abhängig von ihrer Rauigkeit, unter funktioneller Belastung Titanpartikel herauslösen und im periimplantären Gewebe ablagern.[5] Solche Titanpartikel werden von Makrophagen im umliegenden Gewebe phagozytiert, die dann – genetisch determiniert – mit einer Ausschüttung von Zytokinen reagieren, wodurch eine lokale Entzündungsreaktion initiiert wird, die im weiteren Verlauf eine Periimplantitis auslösen kann. Bleibt diese schwerwiegende Entzündungskrankheit unbehandelt, droht eine durch den begleitenden progressiven Knochenabbau bedingte Lockerung des betroffenen Zahnimplantats und im schlimmsten Fall der Implantatverlust. Darüber hinaus können orale Entzündungskrankheiten wie die Periimplantitis zu weitreichenden Beeinträchtigungen der Allgemeingesundheit sowie zur Entstehung von chronischen Erkrankungen führen. So werden heute beispielsweise kardiovaskuläre Erkrankungen oder sogar Diabetes oftmals mit Entzündungserkrankungen in der Mundhöhle assoziiert.

Periimplantitis verhindern mit Keramikimplantaten - Zahnimplantat System von Patent

Nachhaltig gesund mit Patent™ Keramikimplantaten

Mit dem Patent™ Implantatsystem des Schweizer Innovationsführers Zircon Medical Management lässt sich Periimplantitis effektiv und langfristig vermeiden – dies ist durch einmalige prospektive und retrospektive Langzeitstudien belegt. So fand beispielsweise ein Forscherteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Jürgen Becker bei inserierten zweiteiligen Patent™ Zirkonumplantaten nach einer Tragezeit von über 9 Jahren keinerlei Anzeichen einer Periimplantitis, durchweg stabile Knochenniveaus sowie gesunde Weichgewebsverhältnisse.[6]

Das Patent™ Implantatsystem vereint im Vergleich zu konventionellen Implantatsystemen eine Reihe von speziellen Designfaktoren, durch die das Periimplantitis-Risiko auf ein Minimum reduziert wird.  So ist das Patent™ Implantatdesign zunächst biomimetisch, das heißt, es ist einem natürlichen Zahn nachempfunden. Dank dieses speziellen Implantatdesigns und des überaus gewebefreundlichen keramischen Implantatmaterials Zirkoniumdioxid, haftet Weichgewebe auf naturnahe Weise an dem transgingivalen Implantathals an und bildet einen festen Verschluss. Dieser sogenannte „Soft Tissue Seal“ beugt dem Eindringen von pathogenen Bakterien in das darunterliegende periimplantäre Gewebe vor und reduziert somit das Periimplantitis-Risiko, verglichen insbesondere mit modernen Titanimplantaten, erheblich.

Darüber hinaus ist bei dem Patent™ Implantatsystem keine verschraubte Innenverbindung mit einem anfälligen Mikrospalt im sensiblen Bereich des Implantat-Abutment-Interfaces zu finden, der ein Eindringen und eine Besiedlung von pathogenen Bakterien zuließe. Bei dem Patent™ Implantatsystem handelt es sich dank seines revolutionären prothetischen Konzepts um eine einhundertprozentig spaltfreie Konstruktion. Die prothetische Verbindung des Patent™ Implantatsystems wird über einen innovativen Glasfaserstift realisiert, der gänzlich spaltfrei auf äquigingivalem Niveau zementiert und anschließend wie ein natürlicher Zahn prothetisch versorgt wird. Weiterhin besteht das Patent™ Zahnimplantatsystem aus Yttrium-stabilisiertem Zirkonoxid, einem keramischen und nicht korrosiven Material, das von Natur aus elektrochemisch inert ist und die Ansiedlung von bakteriellem Biofilm, der die Entstehung einer Periimplantitis begünstigen könnte, hemmt.

Wenn Sie Periimplantitis langfristig vermeiden und Ihren zahnlosen Patienten nachhaltig gesunde Implantatversorgungen anbieten möchten, ist das Patent™ Implantatsystem aus Zirkoniumdioxid die ultimative Wahl. Um mehr über den nachgewiesenen Langzeiterfolg des Patent™ Implantatsystems zu erfahren, downloaden Sie unsere Broschüre zum Thema Bio-Integration oder bitten Sie um eine Kontaktaufnahme seitens unseres Sales-Teams.

Literatur

1. Lindhe J, Meyle J; Group D of European Workshop on Periodontology. Peri-implant diseases: Consensus Report of the Sixth European Workshop on Periodontology. J Clin Periodontol. 2008;35(suppl 8):282-285.
2. Daubert DM, Weinstein BF, Bordin S, Leroux BG, Flemming TF. Prevalence and
predictive factors for peri-implant disease and implant failure: a cross-sectional
analysis. J Periodontol. 2015 Mar;86(3):337-4
3. Martin IS, Sanchez IS, Carillor de Albormoz A, Figuero E, Sanz M.: Effects of modified abutment characteristics on peri-implant soft tissue heatlh: a systematic review and meta analysis. Clin Oral. Impl Res, 2018, 29: 118-129.
4. Iglhaut, G., Schwarz, F., Winter, R. R., Mihatovic, I., Stimmelmayr, M., & Schliephake, H. (2014). Epithelial attachment and downgrowth on dental implant abutments–a comprehensive review. Journal of Esthetic and Restorative Dentistry, 26, 324–331.
5. Eger, M. et al. Scaling of titanium implants entrains inflammation-induced osteolysis. Sci. Rep. 7, 39612; doi: 10.1038/srep39612 (2017).
6. Rauch N, et al. 2022. Two-piece zirconia implants in posterior regions: a prospective cohort study with a follow-up period of 9 years.


Der Einfluss der Mundgesundheit auf die Allgemeingesundheit
Die Bedeutung des Weichgewebes um Zahnimplantate