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Periimplantitis vermeiden durch mukosale Schutzbarriere

Marco Waldner im Interview zu Symbionic Teeth

Eine neuartige Zahnersatzlösung namens Symbionic Teeth verspricht, eines der größten Probleme der dentalen Implantologie – die Periimplantitis – durch eine mukosale Schutzbarriere langfristig zu minimieren. Langzeitstudien zufolge können Symbionic Teeth eine bakterielle Infiltration der umliegenden Gewebe verhindern und somit Entzündungen vorbeugen.


Im Interview mit Oliver Rohkamm vom dental JOURNAL spricht Marco Waldner, CEO des Symbionic-Teeth-Herstellers Patent Medical, über den entscheidenden Unterschied zu klassischen Zahnimplantaten und erklärt, warum die vielzitierte „Überlebensrate“ trügerisch ist.


Zum Interview auf Spotify:

Symbionic Teeth: Erste Zahnersatzlösung mit mukosaler Schutzbarriere

Periimplantäre Erkrankungen gehören zu den häufigsten Komplikationen in der dentalen Implantologie: Laut einem großangelegten Studien-Review entwickeln rund 22% der Implantat-Träger eine Periimplantitis und 43% eine Mukositis, die sich unbehandelt zur Periimplantitis entwickeln kann. Die Folgen sind irreversible Schäden bis hin zum Implantatverlust.


Vor diesem Hintergrund stellt das Schweizer Unternehmen Patent Medical von Gründer und CEO Marco Waldner mit „Symbionic Teeth“ eine Weiterentwicklung klassischer Zahnimplantate vor. Der zentrale Unterschied liegt in einer mukosalen Schutzbarriere, die entsteht, wenn orales Weichgewebe mit dem Halsbereich von Symbionic Teeth verwächst.


Im Interview betont Waldner, dass das Weichgewebe bei klassischen Zahnimplantaten lediglich anliegt. Symbionic Teeth hingegen haben mit ihrer mukosalen Schutzbarriere die Möglichkeiten der Gewebeintegration im Weichgewebsbereich grundlegend verändert. Ähnlich wie bei der Weichgewebsbarriere natürlicher Zähne kann die mukosale Schutzbarriere verhindern, dass Plaque und Bakterien tief in das Gewebe eindringen und Entzündungen verursachen.


Laut Hersteller zeigen zwei unabhängige Langzeitstudien vielversprechende Ergebnisse: Über Zeiträume von bis zu zwölf Jahren wurde kein Fall von Periimplantitis beobachtet – selbst bei Risikopatienten. Klinisch zeigt sich zudem ein gesundes Gewebeniveau mit Sondierungstiefen, die mit denen natürlicher Zähne vergleichbar sind.


Die Symbionic-Teeth-Technologie kommt damit dem natürlichen Zahn näher als jede Zahnersatzlösung vor ihr.


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