Der Zusammenhang zwischen Parodontalerkrankungen und Zahnrestaurationen

Im Gespräch mit Dr. Maximilian Fuhrmann

 

  • Die Parodontologie befasst sich auch mit der Allgemeinmedizin und dem Immunsystem

  • Der Parodontale-Screening-Index ist ein gutes Tool, um Zahnfleischentzündungen frühzeitig zu diagnostizieren

  • Der Zusammenhang zwischen Parodontitis und allgemeinem Wohlbefinden

  • Der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Implantologie

  • Wie Patienten für ein stabiles parodontales Niveau sorgen können

  • Ratschläge für Zahnärzte, die sich in der Parodontologie engagieren wollen
              

Dr. Maximilian Fuhrmann

Inhaber einer Zahnarztpraxis in Achern

Hauptstraße 6, 77855 Achern, Deutschland

Im Gespräch mit Dr. Maximilian Fuhrmann

 
 

Patienten mit einer Vorgeschichte von Parodontalerkrankungen und unbehandelten Parodontalerkrankungen haben ein höheres Risiko, dass Zahnimplantate versagen und Probleme bei der Zahnrestauration auftreten. Daher ist es sinnvoll, bei der Behandlung von Patienten, die Zahnimplantate benötigen, die Fachgebiete Parodontologie und Implantologie zu kombinieren. Dr. Maximilian Fuhrmann ist Experte auf dem Gebiet der Parodontologie und Implantologie und führt bei der Untersuchung von Patienten, die ein Implantat benötigen, stets gründliche parodontale Tests durch.

Unser Team von Zircon Medical hatte kürzlich Dr. Fuhrmann in unserer Podcast-Serie zu Gast, um zu erörtern, warum parodontal stabile Bedingungen die Langzeitergebnisse von Zahnersatz verbessern.

Dr. Maximilian Fuhrmann, Inhaber einer Zahnarztpraxis in Achern, Deutschland, stellt sich vor

Dr. Maximilian Fuhrmann ist Zahnarzt mit den Schwerpunkten Parodontologie und Zahnimplantatversorgungen. Er schloss 2011 sein Studium der Zahnmedizin an der Universität Freiburg ab und eröffnete 2016 seine eigene Zahnarztpraxis in Achern, Deutschland. Die Zahnklinik von Dr. Fuhrmann ist auch online auf YouTube, Twitter und Instagram präsent - die letzte dieser Plattformen hat über 10.000 Follower.

Dr. Fuhrmann sagt, dass Zahnmedizin schon immer in seiner Familie lag. Sein Großvater und sein Vater waren beide Zahnärzte, ebenso wie zwei seiner Tanten. Mit dem für ihn typischen Humor sagt er, dass ihre Familientreffen für Außenstehende furchtbar langweilig gewesen sein müssen, weil sie immer über Zähne und Zahnmedizin sprachen. In seinen Teenagerjahren wollte er eigentlich etwas mit Computern oder Webdesign machen, aber der Ruf der Familie nach der Zahnmedizin hat ihn schließlich überzeugt. "Und ich bereue es nicht einen Tag", sagt er abschließend.

Die Parodontologie befasst sich mit der Allgemeinmedizin und dem Immunsystem

Dr. Fuhrmann sagt, er sei von der Parodontologie fasziniert, weil sich diese Teildisziplin der Zahnmedizin auch mit der allgemeinen Zahnmedizin und dem gesamten Immunsystem beschäftigt. "In der Parodontologie betrachtet man nicht nur den Zahn", sagt er, "sondern den Zahn im Gesamtzusammenhang mit dem Immunsystem, der Statik und wie die Kaukräfte eingeleitet werden. "Außerdem müssen Zahnärzte parodontalen Erkrankungen besondere Aufmerksamkeit schenken, weil sie viele junge Menschen betreffen, die meisten es aber nicht bemerken, weil es zunächst nicht weh tut.

Der Parodontal-Screening-Index ist ein guter Test für Zahnfleischentzündungen

Dr. Fuhrmann sagt, dass Krankheiten, die das Immunsystem beeinträchtigen, wie Diabetes und rheumatische Erkrankungen, Mikroentzündungen verursachen, die das Risiko einer Parodontitis erhöhen. Er sagt, dass der Parodontal-Screening-Index, der oft von den Krankenkassen bezahlt wird, Zahnärzten hilft, den Grad der Zahnfleischentzündung des Patienten zu überwachen. Der Parodontal-Screening-Index wird auf einer Skala von 0 bis 4 eingestuft - Patienten mit einem PSI von 3 oder 4 müssen über ihre Möglichkeiten und die Folgen einer unbehandelten Entzündung informiert werden.

Dr. Fuhrmann sagt, dass 0 der optimale Wert für PSI-Tests ist - er zeigt an, dass es keine Blutungen gibt und das Zahnfleisch rosa und fest ist. Solche perfekten Bedingungen sind jedoch meist nur theoretisch und selten in der Realität anzutreffen. Die meisten Patienten sind bis zu einem gewissen Grad entzündet, so dass man die Patienten individuell untersuchen muss. Was bei einem Patienten als entzündet gilt, kann bei einem anderen Patienten als tolerierbar angesehen werden. Daher sollte der Zahnarzt nach dem Studium des PSI eine individuelle Beurteilung des Patienten vornehmen.

Dr. Fuhrmann sagt, seine Zahnklinik führe den PSI-Test routinemäßig bei allen neuen Patienten und in regelmäßigen Abständen bei bestehenden Patienten durch. Wenn der Zahnarzt einen PSI-Test nicht freiwillig anbietet, kann der Patient ihn aber auch verlangen. Besteht Handlungsbedarf, muss der Patient über den Anlass der Maßnahme informiert werden, also darüber, warum bestimmte Behandlungen und Empfehlungen notwendig sind.

Der Zusammenhang zwischen Parodontitis und allgemeinem Wohlbefinden

Laut Dr. Fuhrmann ist es sinnvoll, dass Parodontologie und Implantologie zusammenarbeiten. Denn man muss ein gutes Fundament für das Implantat schaffen. Auch wenn der Patient keine Zähne hat und keine Gefahr einer Zahnentzündung besteht, muss der Zahnarzt für die Stabilität des verhornten Zahnfleisches sorgen. Denn stabile Zahnfleischverhältnisse in einem zahnlosen Kiefer wirken sich positiv auf die langfristigen Überlebensraten von Implantaten aus. Daher sollten Zahnärzte bei der Versorgung mit Implantaten auch die Parodontologie berücksichtigen, um den langfristigen Erfolg des Implantats zu gewährleisten.

Der Zusammenhang zwischen Parodontitis und Implantologie 

Laut Dr. Fuhrmann ist es sinnvoll, dass Parodontologie und Implantologie zusammenarbeiten. Denn man muss ein gutes Fundament für das Implantat schaffen. Auch wenn der Patient keine Zähne hat und keine Gefahr einer Zahnentzündung besteht, muss der Zahnarzt für die Stabilität des verhornten Zahnfleisches sorgen. Denn stabile Zahnfleischverhältnisse in einem zahnlosen Kiefer wirken sich positiv auf die langfristigen Überlebensraten von Implantaten aus. Daher sollten Zahnärzte bei der Versorgung mit Implantaten auch die Parodontologie berücksichtigen, um den langfristigen Erfolg des Implantats zu gewährleisten.

Wie Patienten für ein stabiles parodontales Niveau sorgen können 

Dr. Fuhrmann gibt den Patienten folgende Tipps, um ein stabiles Parodontalniveau zu gewährleisten:

  • Gehen Sie so oft wie nötig zur Zahnreinigung zu Ihrem Zahnarzt, abhängig von Ihrer Zahngesundheit.

  • Putzen Sie regelmäßig, am besten mit einer elektrischen Zahnbürste.

  • Verwenden Sie regelmäßig Zahnseide, vorzugsweise mit perfekt passenden Interdentalbürsten.

  • Tragen Sie Chlorhexamed-Gel zwischen den Zähnen auf.

  • Verwenden Sie Mundwasser sparsam - ein übermäßiger Gebrauch kann die Bakterienflora im Mund verändern und sogar die vorteilhaften Bakterien abtöten.

Ratschläge für Zahnärzte, die sich in der Parodontologie engagieren wollen

  • Erkundigen Sie sich nach Fortbildungsangeboten geeigneter Organisationen, wie z.B. der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie

  • Lernen Sie von Zahnärzten, die in der Parodontologie führend sind, über Bücher, Zoom Calls und Videos

  • Lernen Sie von Zahnärzten außerhalb Ihres Landes - die internationale Zahnmedizin ermöglicht es Ihnen, andere Sichtweisen kennenzulernen, die in Ihrem Fachgebiet oder Ihrer Ausbildung nicht üblich sind.

  • Erkundung der berufsbegleitenden Ausbildung

Dr. Fuhrmann sagt, alle Zahnärzte sollten sich lebenslang weiterbilden. "Je mehr man lernt, desto mehr stellt man fest, dass man gar nicht so viel weiß. "Sein langfristiges Ziel ist es, in allen Bereichen der Zahnmedizin auf dem Laufenden zu bleiben, einschließlich der Technologie und der wissenschaftlichen Grundlagen. Er schließt mit den Worten: "Wenn man neugierig bleibt und Spaß an der Arbeit hat, gibt es keine Grenzen. ”

Sie finden Dr. Fuhrmann offline in seiner Zahnarztpraxis in der Hauptstraße 6 in Achern und online über LinkedIn, Twitter, Instagram oder YouTube. Sie können ihn auch in unserem Zircon Medical-Podcast hören.

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